Seit dem 31. Dezember erleben wir am eigenen Leib einen Winter, wie es ihn seit vielen Jahren nicht mehr gab. Frost bis zu -20 Grad, ein Dutzend und stellenweise sogar mehrere Dutzend Zentimeter Schnee, dazu Vorhersagen von klirrendem Frost für die nächsten Tage. Obwohl solche Bedingungen für einige Probleme bereiten können, hat dieses Wetter auch seine Vorteile.
Der erste davon sind natürlich die schönen Aussichten, helle und farbenfrohe Morgen und effektvolle Sonnenuntergänge. Der zweite ist die Bewässerung der Erde, die wir sehr dringend brauchen. Wenn das Tauwetter kommt, wird das Wasser des schmelzenden Schnees allmählich in den Boden einsickern, anstatt wie nach einem heftigen Regen schlagartig abzufließen.
Ein zusätzlicher Vorteil eines solchen Winters ist sein Einfluss auf die Natur. Eine dicke Schneeschicht wirkt wie eine natürliche Decke und schützt den Boden sowie die Wurzelsysteme der Pflanzen vor tiefem Durchfrieren. Der seit über 20 Tagen anhaltende Frost begünstigt zudem die natürliche Reduzierung der Anzahl von Schädlingen und Krankheitserregern, die nicht in der Lage sind, eine so lange Zeit extremer Kälte zu überstehen. Dank dessen kann die Umwelt im Frühjahr in einer besseren Verfassung in die neue Saison starten.