Ende Juni erreichten rekordverdächtige Hitzewellen Polen und brachten bisher ungesehene Temperaturen mit sich. Der heißeste Tag war der 28. Juni, als die Thermometer in Słubice ganze 40,5 Grad Celsius, womit offiziell der absolute Hitzerekord in der Geschichte des Landes gebrochen wurde.
Eine solch extreme Hitze entstand durch eine spezifische Anordnung eines starken Hochdruckgebiets über Osteuropa und Tiefdruckgebieten über dem Atlantik. Diese beiden Systeme wirkten zusammen, erzeugten Südwinde und saugten heiße, tropische Luft aus Nordafrika direkt über Polen an.
In diesem afrikanischen Klima mussten Störche in völlig ungeschützten Nestern zurechtkommen. Da Vögel nicht schwitzen, entwickelten sie andere clevere Wege zur Abkühlung. Eine davon ist das Koten auf die eigenen Beine, da das verdunstende Wasser das Blut in den Gliedmaßen schnell kühlt, wodurch die Beine der Störche während Hitzewellen weiß werden. Ausgewachsene Vögel kühlten sich auch durch schnelles Atmen mit offenem Schnabel ab, was an den heißesten Tagen oft zu beobachten ist.